Anleitung

Minecraft Texture Pack erstellen – so geht’s

Ein Minecraft Texture Pack ersetzt die Bilder des Spiels (Blöcke, Items, Mobs, Himmel und Menüs) durch deine eigenen. Die Java Edition nennt Texture Packs Ressourcenpakete: eine .zip mit einer pack.mcmeta-Datei und PNG-Bildern unter denselben Pfaden wie die Originale. Bedrock nutzt .mcpack-Dateien mit einer manifest.json. Beides kannst du in wenigen Minuten im Browser erstellen.

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Schritt 1 – Pack anlegen und Version wählen

Öffne den Texture Pack Maker, gib deinem Pack einen Namen und wähle Java oder Bedrock, deine Spielversion und eine Auflösung. Klicke dann auf Create pack.

  • Edition: Java Edition (PC, Mac und Linux über den Minecraft Launcher) oder Bedrock Edition (Windows, Handys, Tablets und Konsolen). Die beiden brauchen unterschiedliche Dateien, also leg pro Edition ein Projekt an. Welche habe ich?
  • Version: Java 26.3 ist voreingestellt; jede Version bis zurück zu 1.6.1 funktioniert, ein Pack für 1.21.11, 26.2 oder 1.8.9 ist also genauso schnell gemacht. Das Pack bekommt die passende pack.mcmeta für diese Version.
  • Auflösung: 16× ist der Vanilla-Look (16×16 Pixel pro Blockseite). 32× und 64× lassen Platz für mehr Details; 128× und mehr sind für realistische Packs.

Dein Browser lädt dann die Originaltexturen dieser Version direkt von Mojang und behält sie auf deinem Gerät, damit das nächste Pack sofort startet.

Das Formular „New texture pack“: Name My First Pack, Edition Java, Version Java 26.3 (Pack-Format 97.1), Auflösung 32× und eine Beschreibung, daneben das Feld zum Öffnen eines Packs.
Gib dem Pack einen Namen und wähle Edition, Spielversion und Auflösung.

Schritt 2 – Texturen finden und neu bemalen

Such eine Textur über das Suchfeld oder die Kategorien und bemale sie im Pixel-Editor neu, oder lade ein eigenes PNG hoch.

Jede Textur wird auf ihrem echten 3D-Modell gezeigt: Ein Ofen zeigt Vorderseite, Seiten und Oberseite, Treppen und Stufen ihre Form, Mobs ihre Körperteile. Male mit Stift, Füllen, Linie, Formen, Rauschen und Farbwähler, spiegle deine Striche und mach alles rückgängig. Die Kachelvorschau zeigt, wie sich ein Block auf dem Boden wiederholt, damit keine Kanten sichtbar sind.

Lieber den Block beim Malen sehen? Schalte den Editor auf 3D (oder drücke D) und male direkt auf das Modell: Jede Seite bemalt die Textur, die sie zeigt. Zieh am Hintergrund oder nutze zwei Finger, um den Block zu drehen. Mob-Texturen funktionieren genauso: Wähle Mobs in der Texturliste und blende Körperteile aus, um an die Seiten darunter zu kommen.

  • Fang mit Blöcken an, die du ständig siehst: Gras, Erde, Stein, Stämme und Bretter.
  • Gras, Laub, Ranken und Wasser sind in Grau gespeichert und werden vom Spiel je nach Biom eingefärbt. Halte sie hellgrau.
  • Animierte Texturen wie Wasser, Lava und Seelaternen lassen sich Bild für Bild bearbeiten.
Der Textur-Editor mit der Ofenfront im 16×16-Pixel-Editor, orange Striche um die Feueröffnung, dieselbe Farbe auf dem 3D-Modell des Ofens in der Vorschau.
Die Ofenfront bemalen: Die 3D-Vorschau zeigt die Änderung am echten Blockmodell.

Schritt 3 – Das ganze Pack per Klick umgestalten (optional)

Optional: Gestalte das ganze Pack mit Effekten per Klick um, etwa Dark Mode, Pastel oder Retro 8-bit.

Effekte stapeln sich übereinander und über deine eigene Malerei, ohne sie zu verändern, und werden beim Export auf jede Textur angewendet. Kombiniere Autumn mit Smooth HD oder Dark Mode mit Neon Outline und male dann von Hand weiter.

Der Tab „Effects“ mit dem Preset Autumn: Vorher-nachher-Streifen umgefärbter Texturen, Moosblöcke in der Blockliste in Orangebraun.
Effekte wie Autumn gestalten mit einem Klick jede Textur um.

Schritt 4 – Symbol und Beschreibung hinzufügen, dann exportieren

Öffne den Tab Pack, um Beschreibung und Symbol festzulegen, und exportiere dann eine .zip (Java) oder ein .mcpack (Bedrock).

In Java kannst du zusätzlich einen Kompatibilitätsbereich wählen, damit ein Pack in mehreren Versionen ohne die Warnung „für eine ältere Version erstellt“ lädt. Der Export schreibt jede Datei, die das Spiel braucht: pack.mcmeta und pack.png in Java, oder manifest.json mit frischen eindeutigen IDs und pack_icon.png in Bedrock.

Die Karte zur Spielversion im Tab „Pack“: Das Pack ist für Java 26.3 (Pack-Format 97.1) gemacht und funktioniert auch von Java 1.21 (Pack-Format 34) bis 26.3.
Mit einem Kompatibilitätsbereich lädt ein Pack in mehreren Java-Versionen.
Der Exportdialog für My First Pack.zip: eine bearbeitete Textur, die Autumn-Effekte, gemacht für Java 26.3 mit Pack-Format 97.1, läuft in 1.21 bis 26.3, und eine Schaltfläche „Export .zip“.
Der Exportdialog fasst zusammen, was ins Pack kommt, bevor du es herunterlädst.

Schritt 5 – Installieren und testen

Installiere das Pack in Minecraft und teste es. So installierst du es.

  • Java: Öffne Optionen … > Ressourcenpakete … > Paketordner öffnen, leg die .zip hinein (nicht entpacken) und verschiebe das Pack nach Ausgewählt. Drücke im Spiel F3 + T, um nach Änderungen neu zu laden.
  • Bedrock: Öffne das .mcpack und aktiviere es unter Einstellungen > Globale Ressourcen.

Sieht etwas falsch aus? Texture Pack funktioniert nicht: Lösungen.

Was steckt in einem Texture Pack?

Java Edition (.zip)

  • pack.mcmeta im Hauptverzeichnis der Zip (Pflicht): die Beschreibung des Packs und die Spielversionen, für die es gemacht ist.
  • pack.png (optional): das Symbol in der Pack-Liste. Minecrafts eigenes ist 128×128 groß und wird mit 32×32 angezeigt.
  • assets/minecraft/textures/…: deine Bilder, mit denselben Ordnern und Dateinamen wie die Originale, zum Beispiel assets/minecraft/textures/block/stone.png. Versionen vor 1.13 nutzen die Ordner blocks und items statt block und item.
  • Animierte Texturen haben eine passende .png.mcmeta-Datei neben dem Bild.

Bedrock Edition (.mcpack)

  • manifest.json im Hauptverzeichnis (Pflicht): der Name, zwei eindeutige IDs, eine Versionsnummer, die mit jedem Update steigt, und die älteste unterstützte Spielversion (hier standardmäßig "min_engine_version": [1, 21, 0]).
  • pack_icon.png (optional): das Symbol des Packs.
  • Texturen unter textures/, zum Beispiel textures/blocks/stone.png. Manche Vanilla-Texturen sind .tga-Dateien; behalte Namen und Endung des Originals bei.

Ordnerstruktur im Vergleich

Java: MyPack.zip
├── pack.mcmeta
├── pack.png
└── assets/minecraft/textures/
    ├── block/stone.png
    └── item/diamond_sword.png

Bedrock: MyPack.mcpack
├── manifest.json
├── pack_icon.png
└── textures/
    ├── blocks/stone.png
    └── items/diamond_sword.png
Java pack.mcmetaBedrock manifest.json
PflichtJa, ganz oben in der ZipJa, ganz oben im .mcpack
Erkennt das Pack anSeinem Datei- oder OrdnernamenZwei eindeutigen IDs (UUIDs)
SpielversionPack-Format-Nummern (26.3 nutzt 97.1)min_engine_version, die älteste unterstützte Spielversion
UpdatesDatei ersetzenVersionsnummer erhöhen, IDs behalten

Die Datei pack.mcmeta (Java)

Diese Datei sagt Minecraft, für welche Versionen das Pack gedacht ist. Die Format-Nummer ändert sich mit fast jedem Update: Java 26.3 nutzt das Ressourcenpaket-Format 97.1. Ein Pack nur für 26.3 sieht so aus:

{
  "pack": {
    "description": "Mein Pack für Minecraft 26.3",
    "min_format": [97, 1],
    "max_format": 97
  }
}

Seit 1.21.9 geben Packs einen Bereich mit min_format und max_format an. Ein Pack, das auch in älteren Versionen laden soll, braucht zusätzlich pack_format und supported_formats. Der Texture Pack Maker schreibt die richtige Kombination für Version und Bereich, die du wählst. Siehe das Pack-Format jeder Version.

Ein Texture Pack von Hand erstellen

Du kannst ein Pack auch selbst mit einem beliebigen Bildprogramm bauen. Das dauert länger, zeigt aber, wie ein Pack funktioniert:

Java Edition

  1. Original-Texturen finden: Kopiere versions/<version>/<version>.jar aus deinem Ordner .minecraft, benenne die Kopie in .zip um und öffne sie. Die Bilder liegen in assets/minecraft/textures.
  2. Leg einen neuen Ordner für dein Pack an, mit einer pack.mcmeta (siehe unten) und denselben Ordnern assets/minecraft/textures/… wie die Originale.
  3. Kopiere nur die PNGs hinein, die du ändern willst, und bearbeite sie – Namen behalten, Größen im gleichen Verhältnis (16×16, 32×32 und so weiter).
  4. Packe den Inhalt des Ordners als Zip, nicht den Ordner selbst, damit pack.mcmeta ganz oben in der Zip liegt. Leg die Zip in resourcepacks.

Bedrock Edition

  1. Hol dir die Original-Texturen aus Mojangs Repository bedrock-samples (resource_pack/textures).
  2. Leg einen Ordner mit einer manifest.json an, die zwei neue eindeutige IDs (UUIDs) enthält, und deine bearbeiteten Bilder unter textures/.
  3. Packe den Inhalt des Ordners als Zip und benenne die Datei von .zip in .mcpack um. Öffne sie dann zum Importieren.

Tipps für ein gutes Pack

  • Fang klein an: Bemale ein paar Blöcke, die du ständig siehst (Gras, Erde, Stein, Holz), und teste im Spiel, bevor du alles machst.
  • Behalte im ganzen Pack dieselbe Auflösung. Gemischte 16×- und 64×-Texturen wirken uneinheitlich.
  • Prüfe mit der 3D-Blockvorschau, wie die Seiten eines Blocks zusammenpassen.
  • Nutze die Kachelvorschau für Blöcke, die sich wiederholen, damit keine Kanten zu sehen sind.
  • Setz dein Pack in der Liste „Ausgewählt“ ganz nach oben. Packs weiter oben gewinnen.

Häufige Fragen

Funktioniert ein Texture Pack in Java und Bedrock?

Nein. Die beiden Editionen nutzen unterschiedliche Dateien und Ordner. Erstelle das Pack für eine Edition und wandle es dann mit dem Texture-Pack-Konverter in die andere um. Java- vs. Bedrock-Packs.

Muss ich Software installieren?

Nein. Texture Pack Maker läuft im Browser auf Computer, Handy oder Tablet, und nichts wird hochgeladen.

Kann ich ein vorhandenes Texture Pack ändern?

Ja. Wähle im Texture Pack Maker Open a pack und such dir eine .zip oder ein .mcpack aus. Du kannst weiter daran arbeiten und erneut exportieren.

Ein vorhandenes Pack aus einer .zip geöffnet: Der Filter „Edited“ zeigt seine drei geänderten Texturen, die blau getönte Stein-Textur ist im Pixel-Editor und auf einem 3D-Steinblock zu sehen.
Eine vorhandene .zip öffnen: Die geänderten Texturen des Packs sind aufgelistet und bereit zum Bearbeiten.
Muss ich programmieren können, um ein Texture Pack zu erstellen?

Nein. Ein Texture Pack besteht aus Bildern und einer kleinen Beschreibungsdatei, und die schreibt der Texture Pack Maker für dich. Du musst nur malen.

Wie erstelle ich ein Texture Pack für eine ältere Version wie 1.21.11 oder 1.8.9?

Wähle diese Version beim Anlegen des Packs. Der Maker lädt die Texturen und Ordnernamen genau dieser Version und schreibt ihr Pack-Format. Pack-Formate aller Versionen.

Wo finde ich die originalen Minecraft-Texturen?

Für Java in der .jar-Datei des Spiels (assets/minecraft/textures), für Bedrock in Mojangs Repository bedrock-samples. Der Texture Pack Maker lädt sie für dich von Mojang, wenn du eine Version wählst.

Kann ich ein Texture Pack am Handy erstellen?

Ja. Der Texture Pack Maker läuft im Browser auf Android, iPhone und iPad genauso wie auf Computern und Chromebooks. In Bedrock öffnest du das exportierte .mcpack und Minecraft importiert es.

Wie lange dauert es, ein Texture Pack zu erstellen?

Ein paar Minuten für ein kleines Pack, das eine Handvoll Blöcke ändert, oder für einen Effekt wie Dark Mode auf dem ganzen Pack. Ein komplett handgemaltes Pack mit Hunderten Texturen kann Wochen dauern; exportieren und testen kannst du jederzeit zwischendurch.

Welche Auflösung sollte mein Texture Pack haben?

16× entspricht dem Vanilla-Spiel und ist am schnellsten gemalt. 32× und 64× lassen Platz für mehr Details; 128× und mehr sind für realistische Packs und brauchen einen stärkeren Computer. Bleib im ganzen Pack bei einer Auflösung.